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Zermatt 2008 (Teil 2)

7. Zermatt-Marathon am 5. Juli 2008 (Teil 2) (hier geht es zum Teil 1)

 

Noch ein kurzer Blick auf das Hörnli und dann biegen wir links ab ...

 

... und laufen unter der Gondelbahn, die hoch zum Schwarzsee führt, zurück nach Zermatt. Für ein paar Minuten bin ich seltsamerweise ganz allein auf weiter Flur.

 

Aber in Zermatt treffe ich wieder andere Läufer. Vor allem diejenigen, die jetzt erst auf der Gegenfahrbahn Zermatt verlassen und in Richtung Matterhorn unterwegs sind.

 

Es geht an der Vispa entlang ...

 

... und nach knapp 24 Kilometern kommen wir an unserem Hotel vorbei.

 

Wir laufen noch eine kleine Schleife durch Zermatt, die uns am Verpflegungsstand beim Hotel Julen vorbeiführt, und verlassen dann Zermatt Richtung Sunegga.

 

Hier ab Kilometer 25 wird es hart. Die nächsten sieben Kilometer geht es auf einer recht eintönigen Strecke durch den Wald nur bergauf, ...

 

...wobei wir zwischendurch immer wieder mal mit einen Blick auf das Matterhorn belohnt werden.

 

Obwohl es gar hier nicht sooo steil ist, bin ich trotzdem fast die ganze Zeit am Gehen.

 

Nach 3:40 Stunden erreiche ich den Verpflegungsstand bei Kilometer 28,8, schnappe mir eine Cola und einen Riegel und setze mich für ein paar Minuten auf einen Stein. Vielleicht sollte ich für den nächsten Bergmarathon doch mal wieder etwas mehr trainieren.

 

Die Strecke wird wieder etwas flacher ...

 

... und schon bald ...

 

... habe ich die ersten 30 Kilometer geschafft.

 

Es zieht etwas zu, was den Vorteil hat, dass es jetzt nicht mehr so heiss ist, was aber auf der anderen Seite dazu führt, dass die Fotos vom Matterhorn nicht mehr so imposant sind.

 

Nach 32,5 km kommen wir zur Sunegga, wo ich mir nochmal jede Menge Wasser über den Kopf schütte und etwas Cola trinke. Hier befinden wir uns 2.262 Meter über dem Meeresspiegel und somt 1.177 Meter über St. Niklaus, bzw.  658 Meter über Zermatt.

 

Von hier aus ...

 

... geht es ein Stückchen bergab zum Leisee ...

 

... an dem wir ...

 

... auf einem schmalen Pfad vorbeilaufen.

 

Der Weg führt uns weiter in Richtung Himmel.

 

Während die Eliteläufer hier sicher noch flott unterwegs waren, gehen jetzt alle.

 

Im Gänseschritt schreiten wir nach oben ...

 

... und kommen an einem schönen Bergsee vorbei. Unterwegs begegne ich vielen japanischen Wanderern, die alle sofort Platz machen und jeden Läufer freundich grüßen und anspornen.

 

Ich habe den Streckenplan nicht mehr richtig im Kopf und warte die ganze Zeit, ...

 

... dass eine starke Steigung kommt.

 

Aber die Strecke ist zum Glück eben ...

 

... und führt ...

 

... sogar leicht bergab.

 

Noch ein Blick hinüber zur Sunegga, wo ich vor etwa 7 Kilometern bzw. circa einer Stunde war ...

 

... und dann kommen wir zur Riffelalp. Hier müssen wir ein kleines Alutreppchen hochsteigen, was mir nach 5,5 Stunden Laufzeit schon recht schwer fällt. Während ich mich mit einer Läuferin unterhalte, kommt Renate von hinten, die ich kurz nach St. Niklaus überholt habe. Sie sieht noch topfit aus, zieht an mir vorbei und kommt letztendlich ca. zehn Minuten vor mir ins Ziel.

 

Was ich im Tal nicht geschafft habe, klappt hier. Ich bringe endlich Läufer und Schienenfahrzeug auf ein Bild.

 

Hier auf der Riffelalp ...

 

... ist jede Menge los. Ich stärke mich nochmal mit ein paar Schlucken Cola ...

 

... und mache mich dann auf den letzten Abschnitt auf dem wir auf einer Strecke von 2,5 Kilometern noch einmal 360 Höhenmeter überwinden müssen.

 

Ich weiss, dass ich heute eine ultra-miserable Endzeit haben werde, aber ich weiss auch, dass ich noch genügend Zeit habe bis zum Zielschluss. Also mache ich mir weiterhin keinen Stress ...

 

... und gehe ganz gemütlich den Berg hoch.

 

Der Weg verläuft jetzt parallel den Schienen der Gornergratbahn und wir haben ...

 

... das Matterhorn, das sich langsam immer mehr in Wolken hüllt, ...

 

... immer im Blickfeld.

 

Nach dieser Steigung ...

 

... sehen wir bereits den Zielbereich.

 

Aber wir müssen noch ein Stückchen ...

 

... an Höhe gewinnen, ...

 

... bevor wir bergab ...

 

... ins Ziel laufen dürfen, wo ich nach 6:29:26 Stunden ankomme. Ich schnappe mir meine Medaille und das Finisher-Shirt, das es leider nur noch in der Größe S gibt, und setze mich ins Gras, um auf Marianne zu warten, die 22 Minuten nach mir ins Ziel kommt. Dann hole ich meinen Kleiderbeutel und besuche die warmen Duschen.

 

Bis wir dann nach Zermatt zurückfahren können vergeht einige Zeit. Denn es gibt keine Sonderbahnen und die Standardzüge sind total überfüllt.

 

Hier noch die Streckenführung, wie sie meine Garmin anzeigte:

 


Nachtrag vom 19.09.2008:
Heute bekomme ich eine Postsendung aus Zermatt. Andrea Schneider, Geschäftsführerin des Zermatt Marathons, schickt mir ein Finisher-Shirt in der Größe M.
Wow - was für ein Service! Für die Läufer, die, so wie ich, ihr Zermatt-2008-Laufshirt nicht in der gewünschten Größe bekommen haben, wurde ein Nachdruck veranlasst.
Da muss ich doch gleich mal raus auf die Piste mit meinem neuen, roten Shirt ...
 

Autor:

Klaus Eppele
eppele@welcheinglueck.de


(Hier mit Marianne, zwei Tage vor dem Lauf bei einem Spaziergang)

 

Zum Teil 1 dieses Berichts: http://laufen.welcheinglueck.de/Laufberichte/Zermatt_2008/zermatt_2008.html

Weitere Laufberichte: http://laufen.welcheinglueck.de/Laufberichte/laufberichte.html

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