Auf zum Lauf
Meine Läufe
Laufberichte
Tabellen
Strecken
Lauf-Texte
Presse
Links
Impressum
Teufelslauf 2008

3. Teufelslauf am 7. September 2008

Da ich heute zum ersten Mal beim Teufelslauf dabei bin und die Örtlichkeiten noch nicht kenne, fahre ich vorsichtshalber schon um 8.30 Uhr aus Karlsruhe los. Es regnet. Aber ich hoffe, dass ich auch heute wieder mal Glück haben werde, und der Regen rechtzeitig zum Start aufhört.

Der Start-/Zielbereich befindet sich gleich beim Ortseingang von Bad Herrenalb bei der Siebentäler Therme. Ich versuche in den Parkplatz P1 einzubiegen, gebe aber wegen des Staus vor dem Parkplatz schnell auf und parke etwas entfernt auf P3, wo die Tageskarte 3 Euro kostet.

Weil ich nicht schon total durchnässt starten will, gehe ich zum ersten Mal in meiem Läuferleben mit einem Schirm bewaffnet zum Startbereich. Eine gute Entscheidung! Denn der leichte Dauerregen verwandelt sich wenige Minuten später zu einem heftigen Wolkenbruch.

 

Alle Läufer suchen schnell Schutz unter den Zelten. Aber Petrus hat Erbarmen mit uns und der Platzregen hört ebenso schnell wieder auf, wie er angefangen hat. Zurück bleiben nur ein paar riesige Pfützen und ein durchweichter Rasen.

 

Ich treffe einige Bekannte wie Christiane, Frank, Moni, Ulla, Ralf-Markus etc., so dass die verbleibende Zeit bis zum Start schnell vergeht.

 

Um 10.05 Uhr fällt der Startschuss.

 

Ich starte recht weit hinten im Läuferfeld und als ich gleich nach dem Start kurz stehen bleibe, um die anderen Läufer zu fotografieren, ...

 

... sehe ich, dass hinter mir nur noch ein Teilnehmer läuft, seit dem Startschuss schon 54 Sekunden vergangen sind und sich die Walker, die kurz nach uns starten, bereits an der Startliene versammelt haben.

 

Wir trampeln über die durchnässte Wiese ...

 

... und dann quer durch Bad-Herrenalb.

 

Die Strecke führt entlang der Kurpromenade, ...

 

... über den Kreisel, ...

 

... und durch das Klostergelände.

 

Circa 6 Minuten nach dem Start wird die Strecke schon etwas steiler.

 

Und nochmal 8 Minuten später trennen sich die Wege der 146 12 km- und der 275 Halbmarathonläufer.

 

Weiter geht es auf schmalen Trampelpfaden.

 

Jetzt, nachdem es aufgehört hat zu regnen, herrscht ideales Laufwetter.

 

Für mich ist das heute nur ein Trainingslauf. Die Zielzeit ist mir egal. Und so macht es mir nichts aus, dass es auf den engen Wegen nicht leicht ist, zu überholen.

 

Wir kommen zum Risswasen und zur ersten Getränkestation.Ich schnappe mir einen Becher Wasser ...

 

... bevor es wieder auf einem Single-Trail ...

 

... nach oben geht.

 

Diese Passage ist recht steil, ...

 

... der Boden ist noch vom Regen aufgeweicht ...

 

... und die Steine sind ganz schön glatt.

 

Schritt für Schritt kämpfen wir uns nach oben, ...

 

... wo wir mit einem herrlichen Ausblick auf die Landschaft belohnt werden.

 

Der Aufstieg hat mich ganz schön zum Schwitzen gebracht, ...

 

... sodass es mir hier in luftiger Höhe ...

 

... in meinen feuchten Klamotten nun doch ein wenig kühl wird. Ich denke an das warme Griechenland, wo ich noch vor zwei Tagen im Urlaub war.

 

Und weiter geht es bergauf. Zuerst auf einem schmalen Pfad ...

 

... und dann auf der Straße, ...

 

... die uns zum Restaurant Teufelsmühle ...

 

 ... und zu der nächsten Verpflegungsstation führt.

Leider bekommen wir die Teufelsmühle selbst (hier ein kleines Foto vom letzten Jahr) gar nicht zu sehen, was mich ein wenig enttäuscht.

 

Ich habe mir den Streckenverlauf vorher nicht angeschaut und kann es gar nicht glauben, als mir ein Läufer erzählt, dass wir schon alle Steigungen geschafft haben und es ab jetzt nur noch bergab geht.

 

Als ich gerade den Kaiser-Wilhelm-Turm von Kaltenbronn fotografiere, den man Rechterhand in der Ferne sehen kann, ...

 

... überholen mich eine Läuferin und und ein Läufer und ich erfahre aus ihrem Gespräch, dass wir für die ersten 10 Kilometer 1:19 Stunden benötigt haben ...

 

... und dass sich die Läuferin (rechts auf dem Foto) vornimmt, in 2:15 Stunden im Ziel zu sein.

 

Nachdem ich auf den ersten 10 Kilometern überhaupt nicht auf meine Zeit geachtet habe, ...

 

... packt mich jetzt nach vielen Monaten endlich mal wieder mein Ehrgeiz, ...

 

... und ich versuche, an ihr dranzubleiben, was mir nicht ganz leicht fällt und dazu führt, dass ich auf dem weiteren Weg nur noch selten anhalte, um zu fotografieren.

 

Der Weg nach unten macht Spaß: Ständig wechseln breite, zum Teil asphaltierte Wege, mit engen und zeitweise recht steilen Single-Trails auf denen man wegen des vom Regen klitschigen Untergrunds manchmal ganz schön balacieren muss.

Hier, wo uns die Kühe zuschauen, schaffe ich es, mein weibliches Zugpferd einzuholen. Wir laufen ein Stückchen zusammen und ich erfahre, dass sie extra für diesen Lauf aus Böblingen angereist ist. Unser Gespräch scheint ihr nicht gut zu tun, denn sie bekommt Seitenstechen und bleibt deshalb hinter mir zurück, schafft aber - wie ich später sehe - noch Platz 1 in der Klasse W 50.

 

Wir erreichen das Obere Gaistal. Ab hier gibt es noch einmal ein paar kleine Steigungen, die mir ganz schön zu schaffen machen.

 

Aber nach 2:17:47 erreiche ich dann doch das Ziel ...

 

... und bekomme von einem Engel eine Medaille um den Hals gehängt.

 

Ich trinke noch einen warmen Tee und mache mich dann schnell auf den Heimweg. Schön war´s. Meine Pizza Diavola heute abend habe ich mir verdient. Jetzt noch ein wenig trainieren und dann folgen in diesem Monat noch der Baden- und der Gardasee -Marathon.

 

Text und Fotos
(bis auf das Bild hier links, auf dem ich drauf bin):

Klaus Eppele
eppele@welcheinglueck.de

Weitere Laufberichte siehe:
http://laufen.welcheinglueck.de/Laufberichte/laufberichte.html


 

(Quelle dieses Fotos: www.pfalzfotos.de)