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Madrid 2009

32. Madrid Marathon am 26. April 2009

 

Für unseren alljährlichen Frühjahrs-Städte-Sightseeing-Marathon haben wir uns in diesem Jahr Madrid ausgesucht. Am Freitag vor dem Lauf reisen wir an, bringen unser Gepäck ins Hotel und fahren gleich mit der U-Bahn zur Marathonmesse “Expodepor”, ...

 

... wo man heute nur wenige Läufer antrifft. Gleich neben dem Eingang erhalten wir ohne Wartezeit unsere Startnummern und die Einmal-Chips zur Zeitmessung.

 

Ein Stück weiter werden die Chips nochmals gecheckt ...

 

... und wir kommen zur “Goody-Bag”-Ausgabe, wo jeder Teilnehmer eine Tragetasche mit diversem Kleinkram, einen gelben Marathon-Rucksack und ein schönes Adidas-Funktionsshirt bekommt.

 

Die anderen Stände der Marathonmesse lassen wir heute schnell hinter uns. Denn eigentlich haben Marianne und ich uns bereits schweren Herzens dazu entschlossen, den Marathon nicht zu laufen, da wir in den letzten Wochen keine Zeit für lange Trainingsläufe hatten.

Aber wie so oft kommt es dann doch anders ...

Als sich Marianne am Tag vor dem Marathon entschließt, in der Nähe unseres Hotels bei Kilometer 18 in den Lauf einzusteigen und Achim vom Skiclub Flieden bis zum Ziel zu begleiten, entscheide ich mich am späten Samstag Abend, die verbleibende Strecke vom Start bis Puerta del Sol für ein gemütliches Trainingsläufchen im Rahmen des Madrid-Marathons zu nutzen.

 

Also stehe ich um 7.30 Uhr auf, schnappe meine Laufklamotten, esse einen trockenen Keks, der noch vom Vortag übrig ist, und verlasse das Hotel ohne Frühstück und ohne die sonst üblichen Marathon-spezifischen Vorbereitungen. Ca. 20 Minuten später komme ich zum Startbereich auf dem Passeo de Recoletos und mische mich wegen der niedrigen Temperaturen gleich unters Volk. 

 

Während ich hier stehe und warte werden die Wolken am Himmel immer dunkler.

 

Um 9 Uhr ertönt der Startschuss und nur 53 Sekunden später überschreite ich die Startlinie und trabe los.

 

Wie immer ist es einfach ein überwältigendes Gefühl, wenn sich tausende Läuferinnen und Läufer in Bewegung setzen und man mitten unter ihnen ist.

 

Wir laufen Richtung Norden, an den Torres de Colón vorbei auf den Paeso de la Castellana.

 

Obwohl die Straße hier mehrspurig ist, geht es so eng zu, ...

 

... dass Überholmanöver kaum möglich sind.

 

Der Nieselregen, der schon kurz vor dem Start eingesetzt hat, wird immer stärker und die Straßen sind ziemlich glitschig. Ich friere, habe eiskalte Hände und freue mich, dass ich dieses Mistwetter nur 18 Kilometer lang aushalten muss.

 

Nach ca. 3,5 Kilometern kommen wir zum Real Madrid Stadion ...

 

... “Estadio Santiago Bernabeu”.

 

Am Puerte de Europa an der Plaza de Castilla überholt mich einer unserer Fliedener Lauffreunde, mit denen wir schon bei vielen Stadt- und Bergmarathons unterwegs waren, ...

 

... und weil ich recht langsam unterwegs bin, ...

 

... sammeln mich auf den nächsten Kilometern auch die anderen Fliedener Läufer ...

 

... in ihren orangefarbenen Laufshirts ein.

 

Ca. sechs Kilometer nach dem Start erreichen wir vier imposante Bürotürme, deren Spitzen heute in den Wolken verschwinden.

 

Wir biegen zweimal rechts ab und laufen wieder zurück Richtung Innenstadt.

 

An einer Hauswand sehe ich ein Thermometer, das 7 Grad Celsius anzeigt. Da es mir inzwischen nicht mehr zu kalt ist, gehe ich davon aus, dass wir beim Start bestimmt noch 2-3 Grad weniger hatten.

 

Je weiter wir wieder Richtung Süden kommen, desto weniger regnet es.

 

Wir nähern uns nochmal den zwei schrägen Hochhäusern,  ...

 

... die die Puerta de Europa bilden ...

 

... und erreichen ein paar Minuten später die Calle Príncipe de Vergara. Da die Straßen jetzt nicht mehr so breit sind, geht es immer noch ziemlich eng her.

 

Nach 57:45 Minuten überquere ich die 10-km-Marke ...

 

... und erreiche kurz danach ...

 

... die zweite Verpflegungsstation wo es Wasser, Wasser und Wasser gibt (sonst nichts).

 

Weiter geht´s auf die Calle Raimundo Fernandez Villaverde. Hier kann man schön erkennen, ...

 

... dass der Madrid-Marathon beileibe nicht ganz eben ist. Mir liegen keine offiziellen Werte vor, aber ich schätze, dass auf der gesamten Marathondistanz mehr als 200 Höhenmeter zusammen kommen.

 

Nach ca. 11,5 Kilometern überquere ich den Paseo de la Castellana, auf dem ich vor ca. 45 Minuten noch gelaufen bin und der inzwischen schon wieder für den Straßenverkehr freigegeben wurde.

 

Weiter geht es Richtung City. Der Regen hat inzwischen ganz aufgehört, aber die Straßen sind noch nass und rutschig.

 

Nach 1:26:23 sind 15 Kilometer der Strecke geschafft. Auf den letzten Kilometern habe ich mir jedes Mal wenn es bergab ging überlegt, ob ich heute nicht doch weiter als die geplanten 18 Kilometer laufen soll, aber gleich bei der nächsten Steigung, habe ich diese Gedanken schnell wieder verworfen.

 

Hier komme ich mit einem Läufer aus Rülzheim ins Gespräch (der im blauen Shirt), der hier in Madrid ein Gastsemester Nachrichtentechnik studiert und heute seinen ersten Marathon läuft.

 

Wir kommen auf die Gran Via, ...

 

... eine der Haupteinkaufsstraßen von Madrid und biegen an der U-Bahn-Station Callao links ab ...

... wo mich Renate vom Skiclub Flieden fotografiert (ich bin der, der winkt).

 

Gleich sind wir bei der Puerta del Sol, dem Zentrum von Madrid und von Spanien. Hier sollte eigentlich mein kleiner Trainingslauf von heute zu Ende sein. Ich halte Ausschau nach Marianne, kann sie aber nirgends finden, und entscheide mich, noch bis zur Halbmarathonmarke weiter zu laufen.

 

Von Sol kommen wir auf die Calle Mayor ...

 

... und passieren ...

 

... den Plaza Mayor (Im Hintergrund sieht man einen der Torbögen, die zum Platz führen).

 

Ein Stück weiter bergauf ...

 

... kommen wir zur Catedral de la Almudena, ...

 

... zum Kilometerschild 19, ...

 

... und gleich anschließend ...

 

... zum Königspalast “Palacio Real”.

 

Inzwischen haben wir das für mich optimale Laufwetter erreicht: Der Regen hat aufgehört, das Thermometer ist auf 11 Grad Celsius gestiegen und der Himmel ist bewölkt, sodass mich keine Hitze und keine Sonnenstrahlen schwächen.

 

Der weitere Weg führt uns am Plaza de Espana und am Templo de Debod vorbei ...

 

... und ich nähere mich ganz langsam dem geplanten Ende meines heutigen Laufs.

 

Vorbei an Palmen komme ich zur nächsten Kontrollstation bei Kilometer 20.

 

Hier geht´s weiter zum Teil 2:
http://www.laufen.welcheinglueck.de/Laufberichte/Madrid_2009/Madrid_Marathon_2009__T eil_2_/madrid_marathon_2009__teil_2_.html

 

Autor:
Klaus Eppele
eppele@welcheinglueck.de