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Heidelberg 2007

Heidelberg Halbmarathon am 29. April 2007

Anstatt zur Vorbereitung auf den Mannheim Marathon am 19. Mai 2007 schon wieder einen langen Lauf zu absolvieren, habe ich mich kurzfristig entschieden, an diesem Wochenende am Heidelberger Halbmarathon teilzunehmen. Dieser ist zwar schon seit fast drei Monaten ausgebucht, aber Johannes aus Heidelberg, ein Berufskollege von Marianne, hat es noch geschafft, eine Startnummer für mich zu organisieren.

Wir treffen uns um kurz vor 9 Uhr bei Johannes in der Panoramastraße, fahren zusammen zum Bismarckplatz, parken unsere PKWs, und laufen zum Startgelände in der Friedrich-Ebert-Anlage, ....

... wo sich schon ein Großteil der etwa 3.100 Läuferinnen und Läufer versammelt hat.

Mit dem Startschuss um 9.30 Uhr beginnt die Zeit zu laufen. Leider setzt sich die Menge so langsam in Bewegung, dass ich 1:41 Minuten benötige, um von meinem Standort bis zur Startlinie zu kommen.

Wir laufen auf der Friedrich-Ebert-Anlage Richtung Bismarckplatz. Auf diesem ersten Streckenkilometer geht es nur zäh voran. Viel zu viele Läufer sind vor mir, die den Lauf langsamer angehen als ich, und da es hier kaum eine Chance gibt, zu überholen, laufe ich die meiste Zeit auf dem Gehweg. Schon hier merkt man, dass die Strecke wirklich nicht mehr Teilnehmer verkraftet und die Teilnehmerlimitierung trotz viel höherer Nachfrage wohl auch in den nächsten Jahren bestehen bleiben muss.

Wir biegen rechts ab ...

... und laufen die Hauptstraße entlang ...

... bis zum Marktplatz.

Hier stehen die ersten Zuschauer, die uns anfeuern. Wir umrunden die Heiliggeistkirche ...

...und kommen über die Steingasse zur Alten Brücke, ...

... die uns über den Neckar ...

... zur Neuenheimer Landstraße führt.

Ich werfe einen Blick zurück auf die Brücke mit dem Heidelberger Schloß im Hintergrund ...

... und trabe weiter Richtung Neuenheim. Hier stehen wenige Zuschauer, aber schon ein paar Meter weiter ...

... bei der Theodor Heuss Brücke ist wieder die Hölle los: Unmengen Schaulustiger stehen hier und klatschen, jubeln, pfeifen, ...

Nach etwa vier Kilometern Laufstrecke befinde ich mich auf der Uferstraße, die uns noch immer am Neckar entlang führt. Hier kommen mir die führenden Läufer entgegen, die jetzt schon etwa sieben Kilometer geschafft haben. Hier auf dem Foto führt gerade Wulf von der Decken, der in der Gesamtwertung aber “nur” den 8. Platz schafft, gefolgt von Jan Wäsch, der auch im Ziel als Zweiter ankommt.

An der Quinckestraße biegen wir rechts ab und laufen eine Schleife durch Neuenheim. Wir kommen zur Blumenthalstraße und nach etwa 5,5 km Laufstrecke zum ersten Verpflegungsstand. Da ich wieder meine eigene Trinkflasche dabei habe, müsste ich hier eigentlich nicht anhalten. Wegen der großen Hitze bleibe ich aber trotzdem kurz stehen und schütte mir einen Becher Wasser über den Kopf.

Wir kommen wieder zurück zum Neckar wo wir links auf die Uferstraße einbiegen. Dort, genau an der Stelle, wo mir vorhin die führenden Läufer begegnet sind, kommen mir nun die letzten Läuferinnen und der Besenwagen entgegen. Leider sehe ich diese erst so spät, dass ich keine Zeit mehr habe zu fotografieren.

Nach etwa sieben Kilometern ebener Wegstrecke beginnt die Steigung.

Über die Albert Ueberle Straße kommen wir zum Philosphenweg, der uns schnell ...

... hoch über die Dächer von Heidelberg führt und uns einen tollen Ausblick auf die Stadt gewährt.

Immer höher gehts hinauf und ich wundere mich, dass mir die Steigung ...

... trotz der Hitze heute gar nichts ausmacht. Ich erinnere mich, dass ich vor drei Jahren ...

... an gleicher Stelle mehr gelitten habe, wobei ich damals auch etwas flotter unterwegs war, als heute.

Im Tal sieht man nun die Alte Brücke, die wir vor kurzem überquert haben.

Etwa 55 Minuten nach dem Start habe ich die ersten zehn Kilometer geschafft und bin somit auch schon fast an der höchsten Stelle des Halbmarathons angekommen. Das Höhenprofil auf den Kilometerschildern finde ich sehr hilfreich - gerade für Teilnehmer, die zum ersten Mal hier laufen.

Ich bin froh, dass der Weg jetzt eine Weile durch den Wald geht. Denn zum einen sind wir hier gegen die Sonne geschützt ...

... und zum anderen gibt es hier so wenig Sehenswertes, dass ich mal ein größeres Stück ohne Fotopausen Gas geben kann.

Nach etwa 12,5 km Wegstrecke verlassen wir wieder den Wald und müssen eine kleine Anhöhe hinauflaufen, die sich im Höhenprofil (siehe unten) nur als kleine Zacke darstellt, dafür aber sehr viel Mühe kostet. Auf diesem Foto sieht man übrigens Fried-Jürgen Bachl, den Geschäftsführer des Marathon Karlsruhe e.V. Während des Laufs habe ich ihn gar nicht erkannt - mir ist erst zuhause aufgefallen, dass ich ihn fotografiert habe.

Viele Läufer legen hier Gehpausen ein und freuen sich, dass sie diese Anhöhe nach 13,2 km Wegstrecke geschafft haben und zum zweiten Verpflegungsstand der Strecke kommen.

Frisch gestärkt laufen wir den recht steilen Neuen Weg hinab Richtung Ziegelhausen.

Die Kirchenuhr zeigt 10.52 Uhr und ich bin noch guter Dinge, die 21,1 km unter zwei Stunden zu packen.

Wir kommen auf die Ziegelhäuser Brücke und zurück auf die andere Neckarseite.

15 km sind hier geschafft.

Noch knapp einen Kilometer laufen wir in der Ebene ...

... bevor uns der Schlierbacher Jägerpfad wieder in die Höhe führt und uns erneut den Schweiß aus den Poren treibt.

Insgesamt sind während dieses Halbmarathons 375 Höhenmeter zu überwinden.

Wir laufen vorbei an der Klaus Tschira Stiftung, der Villa Bosch, wo ich während eines meiner früheren Jobs öfter mal zu Besuch war, dem Bosch Museum und anderen interessanten Bauwerken ...

... und erreichen schließlich das Heidelberger Schloß.

Jetzt bin ich noch etwa zwei Kilometer vom Ziel entfernt und der Blick auf die Turmuhr zeigt, dass ich mich sputen muss, wenn ich jetzt noch eine Zielzeit von schlechtestenfalls 1:59:59 schaffen will.

Zum Glück geht es ab hier nur noch bergab ...

... und ich haste in Riesenschritten den Berg hinunter.
Und obwohl nun wirklich kaum mehr Zeit bleibt ...

... bleibe ich doch noch kurz an der Heiliggeistkirche für ein letztes Foto vor der Ziellinie stehen. Ganz links im Foto stehen zufällig genau hier Marianne, Paul und Fritz ...

... und Paul schießt mit seinem Mobiltelefon noch schnell dieses Foto von mir. Ich laufe so schnell ich noch kann an den Dreien vorbei und lasse mich vom Jubel der Zuschauer ...

... zur Ziellinie am Universitätsplatz tragen, die ich nach 1:59:50 Stunden überquere.

Geschafft! Ich bin sehr zufrieden. Der Lauf, das Panorama, die Zuschauer und das Wetter waren super. Jetzt muss ich mir nur noch einen Weg durch die Menschenmassen nach draußen bahnen, Marianne, Paul und Fritz finden und ab geht es zu Johannes, wo eine erfrischende Dusche auf mich wartet.

Klaus Eppele 

Autor:
Klaus Eppele
eppele@welcheinglueck.de

Weitere Laufberichte siehe: http://laufen.welcheinglueck.de/Laufberichte/laufberichte.html